Bericht zum Bundesaustausch des Qualifizierungsnetzwerkes für Digitale Jugendbeteiligung

Gideon Schürmann

12/9/20252 min lesen

Zum ersten Mal nahm Openlynk e.V. offiziell an einer Veranstaltung des bundesweiten Qualifizierungsnetzwerkes Digitaler Jugendarbeit teil. Im Rahmen des hybrid abgehaltenen Bundesaustausches freuten wir uns weitere Mitglieder des Netzwerkes aus verschiedenen Regionen vor Ort in Frankfurt kennenlernen zu können.

Angekommen in der malerischen Atmosphäre des Naxos Ateliers startete die zweitägige Veranstaltung mit lockeren Gesprächen. Neben dem Wiedersehen mit bereits bekannten Gesichtern entstand somit langsam, aber sicher ein erster Überblick darüber, wer in welcher Funktion tätig ist und inwiefern digitale Jugendbeteiligung in verschiedenen Kontexten wahrgenommen wird. Darüber hinaus standen die vielzähligen Möglichkeiten und Chancen digitaler Jugendbeteiligung im Vordergrund – auch über anstehende Herausforderungen und ungenutzte Potenziale ergab sich reger Austausch.

Nachdem der Fahrplan für die gemeinsame Zeit dargelegt wurde, schafften die großräumigen Gegebenheiten des Veranstaltungsortes die Möglichkeit für eine mehrstufige „Making – Phase“. Eingeleitet wurde diesen durch einen Input des Frankfurter Vereins „Digitale Welten“, deren Vertreterinnen im Anschluss auch zum Ausprobieren ihres Satelliten-Workshops „Face Mask“ – einer ihrer kreativen Methoden – ein. Gleichzeitig kamen an einer weiteren Station auch VR-Brillen zum Einsatz durch die von Jugendlichen gestaltete Räume in 3D betrachtet werden konnten. Neben den praktischen Umsetzungen blieb auch Gelegenheit sich in Kleingruppen zu unterschiedlichen Aspekten digitaler Jugendbeteiligung auszutauschen und gegenseitig anzuregen. Da die Teilnehmenden selbst ebenfalls die Gelegenheit hatten Themen und Tools mit auf die Agenda zu bringen, entstand eine selbstwirksame, nahbare und authentische Atmosphäre. In Folge eines gemeinsamen Abschlusses klang der Abend mit einem gemeinsamen Abendessen aus, bei dem sich die Gespräche im informellen Setting intensivierten.

Am zweiten Tag richtete sich der Fokus auf eines der größten Entwicklungen des digitalen Zeitalters – dem Einsatz Künstlicher Intelligenz. Den Einstieg lieferte ein informativer Vortragdurch Oliver Pfleiderer , der u.a. im D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt aktiv ist. Pfleiderer nahm uns auf verschiedene Ebenen der Thematik mit und uns von Einstiegsgrundlagen bis hin zur Verbindung von KI und (sozialer) Gerechtigkeit. Im zweiten Teil des Vormittages bildeten sich Arbeitsgruppen, die verschiedene Perspektiven auf den Einsatz von KI beleuchteten, die für die Praxis zukünftig von elementarer Bedeutung sein werden – die Entwicklung von Standards und dem gezielt proaktiv gesteuertem Einsatz von KI als Brückenbauer.

Abschließend trugen wir Erkenntnisse der vergangenen Tage zusammen und blickten auf die anstehenden Veranstaltungen und Pläne des Qualifizierungsnetzwerkes für 2026.

Während wir Eindrücke verarbeiten und Anregungen sortieren, freuen wir uns über die geknüpften Kontakte und der motivierenden Gewissheit, dass in dem Netzwerk eine Gemeinschaft erwächst, die die Potenziale von Digitalisierungsprozessen im Kontext von Jugendbeteiligung herausstellen und die einhergehenden Herausforderungen und Unsicherheiten gemeinsam angehen möchte!

Wir freuen uns darauf als Teil des Netzwerkes in das kommende Jahr zu gehen und unsererseits einen Beitrag auf diesem Weg zu leisten.

An dieser Stelle gilt allen Beteiligten der Veranstaltung und deren Organisator*Innen großer Dank.